Der von Prof. Dr. Jens Schröter finanziell und mit einem Beitrag unterstützte Band "Teaching Media" ist jetzt erschienen! Es handelt sich um das erste Buch, das systematisch Medientheorie für den Schulunterricht aufbereitet und ist damit Wegbereiter des Fachs Medienkunde an den Schulen!
Das von Prof. Dr. Jens Schröter zusammen mit Prof. Dr. Lorenz Engell (Weimar), Dr. Daniela Wentz (Weimar) und Dominik Maeder (Bonn) herausgebene Heft #68 der Zeitschrift "AugenBlick. Konstanzer Hefte zur Medienwissenschaft" ist nun unter dem Titel "Bis auf Weiteres: Pinnwand und Serie" beim Schüren Verlag erschienen. Dokumentiert werden darin Ergebnisse der gleichnamigen Tagung, die im Rahmen des von Jens Schröter und Lorenz Engell geleiteten DFG-Projekts "Die Fernsehserie als Reflexion und Projektion des Wandels" (SPP 1505 "Mediatisierte Welten", 2010-2014) in Weimar veranstaltet wurde.
Zu den BeiträgerInnen gehören PD Dr. Christoph Ernst (Bonn), Dr. Daniela Wentz (Weimar), Anne Ganzert (Konstanz), Prof. Dr. Wolfgang Hagen (Lüneburg), Dr. Lisa Conrad (Lüneburg) und Dominik Maeder (Bonn).
Das Buch fokussiert den Einfluss neuer Medien(technologien) auf die derzeitige Verhandlung und Ausgestaltung der Street Art.
Im Zuge aktueller Vernetzungs- und Globalisierungsprozesse sowie der zunehmenden Verdichtung raumzeitlicher Wahrnehmungshorizonte ist gegenwärtig ein ‚neuer Trend‘ feststellbar: Street Art vernetzt sich. Oder anders ausgedrückt: Sie ‚verlässt‘ die Straße, zumindest in gewissem Sinne. Statt weiterhin ihr vergängliches Dasein auf der Straße zu fristen, situiert sich die Street Art zunehmend nicht mehr allein im Stadtraum, sondern sieht sich der Einspeisung und Kreuzung digital vernetzter Medien konfrontiert. Quasi im Vorbeigehen werden Fotos der Street Art gemacht und in direktem Anschluss in den Datenstrom des Internet eingespeist. Street Art landet auf digitalen Fotoportalen, auf Street Art-affinen Websites, auf Blogs, wird in digitale Stadtpläne, Karten, in sogenannte Street Art-Apps sowie in Social Networks eingebunden.
Das Buch folgt diesen Entwicklungen und arbeitet das medienwissenschaftlich noch kaum erforschte Feld der Street Art auf. Auf Basis einer medienwissenschaftlichen Praktikentheorie werden die Verflechtungen, die die Kunstpraxis der Street Art mit digital-vernetzten, mobilen Medien unterhält, herausgestellt und den an der Street Art-Welt beteiligten Akteuren nachgespürt. Durch die Verbindung medienwissenschaftlicher Theoriediskussionen mit medienethnografischen Methoden (Feldforschung, teilnehmende Beobachtung, Interviews und Online-Ethnografie) werden eben jene auch für das Verständnis von kunst- bzw. medienästhetischen Fragen produktiv gemacht. Medienästhetik wird auf diese Weise als situativ reartikuliert.
Das Buch situiert sich an der Schnittstelle von Street Art-Forschung, orts- und situationsbezogener Medienforschung und Medienästhetik und reichert die aktuelle Street-Art-Forschung um Themen der Netzpolitik, der Navigation sowie der digitalen Archivierung und Kunstgeschichte an.
Mit dieser Arbeit promovierte Katja Glaser bei Prof. Dr. Jens Schröter und Prof. Dr. Isabell Otto.
Der Band ist bei transcript in der Reihe "Locating Media" erschienen, die von Sebastian Gießmann, Gabriele Schabacher, Jens Schröter, Erhard Schüttpelz und Tristan Thielmann herausgegeben wird.
Prof. Dr. Jens Schröter wird im SS 2017 in Wien am IFK sein und an seinem Forschungsprojekt "Die Unordnung und das dreidimensionale Bild" arbeiten.
Am 2. und 3.3.2017 fand in Bonn der zweite interne Workshop des von Prof. Dr. Jens Schröter beantragten VW-Projekts "Die Gesellschaft nach dem Geld" statt. Intensiv wurden die vorher verteilten Paper der Teilnehmer diskutiert. So konnte eine Grundlage für ein intern vernetztes und ebenso dialogisch wie kontrovers angelegtes Buchprojekt zu Perspektiven post-monetärer gesellschaftlicher Organisation gelegt werden. Das Buch soll in deutsch und englisch (in den USA) erscheinen.
Im aktuellen Band des Internationalen Jahrbuchs für Medienphilosophie wird die von Till Heilmann letztes Jahr angestoßene Diskussion zur Kritik und Problematisierung eines Denkens in Operationsketten mit einem Beitrag von Erhard Schüttpelz (Druck) und einer Replik von Till Heilmann (online) fortgesetzt.
Die ab Heft 1/2015 von Prof. Dr. Jens Schröter als Hauptherausgeber zusammen mit dem Graduiertenkolleg "Locating Media" (Universität Siegen) und JProf. Benjamin Beil (Universität zu Köln) herausgegebene kultur- und medienwissenschaftliche Zeitschrift „Navigationen“ widmet sich in ihrer aktuellen Ausgabe (2/2016) dem Thema "Medienwissenschaft und Kapitalismuskritik".
Nachdem Kritik (als Begriff wie als Sache) in vielen geistes- und kulturwissenschaftlichen Kreisen während der vergangenen Jahrzehnte eher verschmäht wurde, erlebt sie gegenwärtig so etwas wie einen kleinen Aufschwung, auch in der Medienwissenschaft. Gerade das vielerorts seit längerer Zeit in Verruf geratene Projekt einer Gesellschaftskritik, die angesichts der weltweit herrschenden Verhältnisse fast zwangsläufig die Form einer Kritik an der kapitalistischen Verfasstheit der Gesellschaft annehmen muss, scheint seit der Finanzkrise von 2007 wieder an akademischer Attraktivität zu gewinnen. Dabei liegt die gedankliche Verbindung von Medienwissenschaft und Kapitalismuskritik nahe, schließt man damit doch an zwei dominante Selbstbeschreibungen der gegenwärtigen westlichen Gesellschaften an: erstens an die als Medien- oder Informationsgesellschaft (eine Beschreibung, die im Lichte sich immer weiter ausbreitender Digitaltechnik an Plausibilität gewinnt); zweitens an die als kapitalistische – oder, etwas gehemmter formuliert, marktwirtschaftliche – Gesellschaft und an den damit einhergehenden Vorrang oder zumindest die Unumgänglichkeit des Geldes (gleich, ob dies positiv oder negativ bewertet wird). Insofern scheint ein Dialog zwischen der Erforschung von Medien und der Erforschung des Kapitalismus geradezu zwingend.
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