In den letzten Jahren ist verschiedenen Formen des 3D-Drucks zunehmende Aufmerksamkeit zugekommen. Obwohl sich viele Techniken noch im Anfangsstadium befinden, werden teilweise schon weitreichende Vorstellungen über die Umwälzung der Ökonomie und der Kultur damit verbunden. Also ist der 3D-Druck mindestens bereits diskursiv ein bedeutendes Phänomen. In dem angestrebten Heft werden technische, juristische, medien- und kulturwissenschaftliche, soziologische, sowie kunsthistorische Perspektiven versammelt, die sich mit dem 3D-Druck, seinen Diskursen und Implikationen auseinandersetzen. Hier geht es zur Verlagsseite, wo man das Heft auch bestellen kann.
Das von Prof. Dr. Jens Schröter und Prof. Dr. Anja Stöffler (Mainz) beantragte DFG-Projekt "Van Gogh TV. Erschließung, Multimedia-Dokumentation und Analyse ihres Nachlasses" wurde bewilligt und nimmt voraussichtlich am 1.4.2018 seine Arbeit auf.
Hier geht es zu einer Pressemeldung bzgl. des Projekts von der FH Mainz.
Am 30.11. nimmt Prof. Dr. Jens Schröter als Sprecher des VW-Forschungsprojekts "Die Gesellschaft nach dem Geld" teil am Herrenhäuser Forum "Industrie 4.0". Hier geht es zur Zusammenfassung zum Mithören auf NDR Info.
Im Jahr 1967 veröffentlichte Jacques Derrida bei drei angesehenen Pariser Verlagen drei Bücher – De la grammatologie, L’écriture et la différence und La voix et le phénomène –, in denen er eine neue Art und Weise philosophischer Textarbeit vorstellte: Dekonstruktion. Das von Derrida propagierte »nicht abschließbare und nicht vollständig formalisierbare Ensemble von Regeln des Lesens, Interpretierens und Schreibens« (wie er selbst es einmal nannte) sollte sich als ungeheuer erfolgreich erweisen. Vermittelt vor allem über die Rezeption Derridas in der US-amerikanischen Literaturwissenschaft wurden dekonstruktive Lektüren und Interpretationen bald zum unverzichtbaren Instrument im analytischen Werkzeugkasten der Geistes- und Kulturwissenschaften. Gerade auch die Genese des jüngeren medienwissenschaftlichen Denkens ist ohne den Einfluss Derridas nicht vorstellbar, gab dessen Fundamentalkritik an Konzepten wie ›Zeichen‹, ›Sprache‹ und ›Schrift‹ den Autorinnen und Autoren der ersten Stunde doch entscheidende theoretische Anstöße. Seit geraumer Zeit jedoch ist in medienwissenschaftlichen Debatten kaum noch die Rede von Derrida. Dekonstruktion scheint sich als Projekt intellektuell wie politisch erledigt zu haben. Die heutige Generation der Studentinnen und Studenten erfährt davon, wenn überhaupt, eher am Rande oder aus Einführungs- und Überblickswerken. Angesichts der derzeitigen diskursiven Abwesenheit der Dekonstruktion (einer vielleicht gespenstischen Abwesenheit, die Platz für Heimsuchungen lässt), nehmen wir das fünfzigjährige Jubiläum von Derridas annus mirabilis 1967 zum Anlass, uns an den Anfang der Dekonstruktion und an die Neuanfänge, die sie dem Denken ermöglicht hat, zu erinnern.
Es referieren Gregor Kanitz, Natalie Binczek, Christoph Ernst und Uwe Wirth.
Um Anmeldung wird gebeten.
Am 20.10. hielt Jens Schröter auf der Jahrestagung der EAEPE (European Association for Evolutionary Political Economy) in Budapest einen Vortrag über das VW-Projekt "Die Gesellschaft nach dem Geld".
1964 erschien bei McGraw-Hill in New York das Buch Understanding Media. The Extensions of Man des kanadischen Literaturwissenschaftlers Marshall McLuhan. Das 50-jährige Jubiläum der Erstpublikation bot 2014 Anlass, sich eingehender mit dem von McLuhan skizzierten Pro- gramm einer allgemeinen Medienwissenschaft auseinanderzusetzen. Ist McLuhans Buch dafür bloß von historischem Interesse? Oder kann man mit Understanding Media heute (noch) Medien verstehen? Wie soll man sich in der medienwissenschaftlichen Forschung auf dieses umstrittene Gründungsdokument der Disziplin beziehen? Die Ergebnisse der Tagung liegen jetzt publiziert vor. Hier geht es zum Volltext