Medienkulturwissenschaft
Lehrstuhl der Universität Bonn
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Spiel Material

Games Coop (Hg.)

Die ab Heft 1/2015 von Prof. Dr. Jens Schröter als Hauptherausgeber zusammen mit dem Graduiertenkolleg "Locating Media" (Universität Siegen) und Prof. Dr. Benjamin Beil (Universität zu Köln) herausgegebene kultur- und medienwissenschaftliche Zeitschrift „Navigationen“ widmet sich in ihrer aktuellen Ausgabe (2/2019) dem Thema "Spiel Material".

Open Access hier!

Spiele finden weder im luftleeren Raum einer als immateriell angenommenen Virtualität statt, noch innerhalb von Zauberkreisen, die klar von den sie umgebenden Produktions- und Lebensverhältnissen zu trennen sind. Wie aber sehen die materiellen Bedingungen aus, unter denen sie hergestellt, genutzt und in weitere Professionalisierungs- und Verwertungskontexte integriert werden?
Um diese Frage zu beantworten, bündelt die von der Siegener GamesCoop konzipierte Ausgabe Spiel|Material aktuelle Arbeiten aus der deutschsprachigen Spielforschung, die das komplexe Verhältnis von Spiel und Material aus verschiedensten Perspektiven beleuchten. Sie schafft so Anschluss an den im angloamerikanischen Raum ausgerufenen Material Turn der Game Studies, berücksichtigt dabei aber explizit auch analoges Spielgerät.
Mit den versammelten Beiträgen setzt der Band Schwerpunkte in den Bereichen Design und Fanproduktion, Interfaceforschung, Verwertung von Spiel- und Datenmaterial, Medienpädagogik und Kunstgeschichte. Dabei werden die Verhältnisse von Material, Form und Regelwerk sowie von Arbeit und Spiel diskutiert.


Englisch:


Games take place neither within the space of a supposedly immaterial virtuality, nor within magic circles that can be clearly separated from the modes of production and consumption surrounding them. But what are the material conditions under which they are produced, used and embedded into further contexts of professionalization and exploitation?
To answer this question, the issue Spiel|Material conceived by the Siegen-based research group GamesCoop brings together current works by German-speaking games scholars that illuminate the complex relationship between game and material from a wide variety of perspectives. In this way, it links up with game studies material turn as proclaimed in the Anglo-American world, while explicitly addressing analogue game equipment at the same time.
With the collected contributions, the volume focuses on the areas of design and fan production, interface research, exploitation of devices and data, media education and art history. The tensions between material, form and rules as well as between work and play are central themes that permeate the issue.

 

Claudius Clüver, Max Kanderske, Timo Schemer-Reinhard und Finja

Walsdorff

Spiel|Material

Zur Einführung ...................................................................................... 7

Felix Raczkowski

Papier und Polygon

Theming und Materialität in Game Studies und Game Design ........... 21

Claudius Clüver

Würfel, Karten und Bretter

Materielle Elemente von Spielen und der Begriff der Spielform ........ 35

Judith Ackermann

Spielende postdigitale Körper

Potentiale ortsbasierten Mobilspiels für die Reflexion von Mensch-

Technik-Hybriden ............................................................................... 53

Pablo Abend und Max Kanderske

Quantified Gaming

Praktiken und Metriken des verdateten Spiels ................................... 71

Timo Schemer-Reinhard

Zur Verdinglichung von Spielkultur am Beispiel des Teilens

Oder: Wie aus vielen sozialen Praktiken ein einzelner

Knopf wurde ....................................................................................... 93

Tim Glaser

Steam und die Plattformisierung virtueller Güter

Eine Analyse der Waffenskin-Ökonomie in Counter-Strike: Global

Offensive ........................................................................................... 111

Finja Walsdorff

Vergütungsinteressen in Fan-Gemeinschaften

Eine Analyse der Bethesda-Modding-Szene ..................................... 133

Svenja Kaiser

Wenn NPCs zu Spielfiguren werden

Eine Medienentwicklung und ihre kommerzielle Transformation ... 147

Hanns Christian Schmidt

Ludo Labo Literacy

Papphäuser, Bauhäuser und der Versuch einer medienpädagogischen

Selbstentfaltung ................................................................................. 161

Ina Scheffler

›Lyonel Feiningers Block-Eisenbahn, International. Modellgetreu.

Unzerbrechlich‹

Material- und Farberfahrungen durch Spielzeug als Lernmaterial am

Bauhaus ............................................................................................. 179

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